Foto Lauterwasser

Die Geschichte von Foto Lauterwasser

Aus einem alten Familienbuch ist zu erfahren, dass die Lauterwassers ursprünglich aus der Gegend zwischen Freiburg und Karlsruhe stammen – und dass der Küfermeister und Wirt Alexander Lauterwasser als Sympathisant und aktiv Beteiligter an der Revolution von 1848 nach deren Scheitern mit der gesamten Familie über den Schwarzwald an den Bodensee fliehen musste.

In Überlingen am See angekommen, wurde er dort Wirt des Gasthauses „Rose“. Sein Sohn wiederum – Alexander Lauterwasser (1847-1923) – eröffnete 1867, 28 Jahre nach der Erfindung der Fotografie in Paris und England, in Überlingen das erste Foto-Atelier. Ein Selbstportrait (siehe Bild oben) aus dieser Zeit zeigt ihn als selbstbewussten jungen Existenzgründer, umgeben von verschiedensten fotografischen Utensilien auf dem Sofa seines Studios. Neben zahlreichen Portraits und Familienfotos hielt er vor allem zeitgeschichtliche Ereignisse, Brauchtum und viele Landschafts- und Stadtansichten rund um Überlingen in seinen Bildern fest und wurde so zu einem wichtigen optischen Chronisten seiner Zeit. Viele seiner alten Negativ-Glasplatten und Originalfotos bilden den historischen Grundstock des inzwischen umfangreichen Lauterwasser-Archivs. Sein Sohn – Alexander jun. (1878-1933) – trat in die Fußstapfen seines Vaters und setzte die Tradition fort. 

Aus der Ehe mit Clara ging schließlich im April 1913 der Sohn Siegfried hervor, der schon im Alter von 12 Jahren mit einer Box-Kamera und seinen Wasseraufnahmen den 1. Preis eines Foto-Wettbewerbs gewann.

Zunächst ging er bei seinem Vater in die Lehre und schloss diese dann bei seinem Onkel Eugen Lauterwasser in Frankfurt ab (1929-1931).

Im Anschluss an diese Lehrzeit wollte er eigentlich lieber filmen und Kameramann werden. Als jedoch dann 1933 sein Vater krankheitsbedingt frühzeitig starb, musste er, um den weiteren Unterhalt der Familie zu gewährleisten (Mutter Clara und die zwei jüngeren Geschwister, Gertrud und Elfriede), diese Pläne aufgeben und das elterliche Geschäft in 3. Generation übernehmen. Neben diesen, dem Lebensunterhalt dienenden Tätigkeiten, suchte und fand er schon früh seine eigene Sichtweise und entwickelte einen Sinn für die besondere Motivik seiner Aufnahmen. Er war Gründungsmitglied der Gruppe „fotoform“, deren künstlerisch-experimentelle Stilrichtung die „subjektive Fotografie“ war. Berühmtheit erlangte er durch seine besondere Art die Dinge zu sehen. Seine Bühnenbilder der Bayreuther- und Salzburger Festspiele gingen ebenso um die Welt, wie die der Berliner Philharmoniker oder Portraits von Herbert von Karajan und anderen international bekannten Künstlern. 1999 erhielt er den Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Fotografie.  Erfahren Sie hier mehr über Siegfried Lauterwasser.

Seine Leidenschaft war es insbesondere die Schönheit von Überlingen, des Bodensees und des Segelns festzuhalten. Diese Bilder wurden in vielen Kalendern, Büchern und Magazinen veröffentlicht. Viele Postkarten und alte Bilder stammen noch aus dieser Zeit. Diese Leidenschaft und den besonderen Blick und seine Sichtweise hat er an die nächsten Generationen weiter vererbt.

Alexander Lauterwasser ist erfolgreicher Buchautor und Wasser-Künstler. Erfahren Sie mehr über Alexander Lauterwasser. 

1990 übernahm seine Tochter Katharina Lauterwasser-Stielow das Fotogeschäft und Portraitstudio. Sie hatte zunächst in Konstanz Grafikdesign studiert und anschließend den Fotografenberuf im elterlichen Betrieb erlernt. 1985 legte sie die Meisterprüfung erfolgreich ab. Sie hat zwei Kinder, die beide der wunderbaren Welt der Bilder treu geblieben sind. Florian ist Kameramann und Cutter in München.

Seit 2001 arbeitet Anna Lauterwasser voll im Betrieb mit. Zuerst machte Sie eine Ausbildung zur staatlich geprüften Fototechnischen Assistentin und danach die Fotografenlehre im Familienbetrieb.
Seit dem führen Mutter und Tochter das Geschäft gemeinsam.

Ihre Portrait- und Familienbilder gehen um die Welt und erfreuen Menschen von Australien, USA, Norwegen bis Shanghai. Ihre Landschafts- und Stimmungsblider sind ein Stück Heimat für die über die Welt verstreuten Überlinger und Bodenseeliebhaber.

In Weiterführung der Tradition dokumentieren Sie das Stadtgeschehen mit dessen Veränderungen  und die wunderschöne Landschaft rund um den Überlinger-See weiter. Jedes Jahr veröffentlichen wir Kalender mit historischen oder aktuellen Aufnahmen. Es erscheinen neue Post- und Grußkarten und zahlreiche Veröffentlichungen in Büchern und Prospekten.